Tiny House gebaut aus Bürocontainern. Was ist zu beachten?

Der Begriff Containerhaus wird für verschiedene Arten von Häusern verwendet. Meist bezeichnet er Häuser, die aus umgebauten Seefrachtcontainer gebaut wurden. Für diese Art von Häuser interessieren sich, seit die Tiny House Bewegung immer populärer wird immer mehr Menschen. Sie erhoffen sich eine relativ günstige Möglichkeit, schnell zu einem Haus oder Zweitwohnsitz zu kommen.

Allerdings ist es sehr schwer, einen Seefrachtcontainer wohntauglich und genehmigungsfähig zu machen: Das liegt hauptsächlich an der Art wie er aufgebaut ist. Zweck eines Seefrachtcontainers ist eine stabile Hülle für den mehrfachen Seetransport zu bilden, nicht ein bewohnbares Tiny House. Der komplett aus Stahl gefertigte Seefrachtcontainer, verliert einerseits seine Festigkeit, wenn Öffnungen für Fenster und Türen eingeschnitten werden. Andererseits ist Stahl ein sehr guter Wärmeleiter wodurch es oft Probleme mit der Isolierung im Winter wie im Sommer gibt. Eine Alternative zu Schiffscontainern sind mittlerweile Bürocontainer geworden, die oft auf Baustellen verwendet werden. Sie haben einen stabilen Stahlrahmen und daher eine bessere Statik für den Hausbau. Deshalb stößt man immer häufiger auf Containerhäuser, deren Optik zwar an die der Schiffscontainer erinnern, die aber nicht aus Seefrachtcontainern hergestellt wurden. Korrekterweise sind das Modulhäuser, sie werden aber häufig auch Wohncontainer oder Containerhaus genannt.

Die Abmessungen dieser Häuser können mit 6,05×2,43m die gleichen Maße haben wie standardisierte 20 Fuss Seecontainer haben. Im Modulbau werden aber oft auch größere Abmessungen bis zu 8×2,99m verwendet. Die Abmessungen eins typischen 20-Fuß-Seecontainer betragen 6,06 Meter in der Länge und 2,43 Meter in der Breite. Die Höhe beträgt 2,62 Meter. Damit ergibt sich eine Wohnfläche von knapp 14 Quadratmetern. Wenn Modulhaus-Container diese Maße haben, dann hat das den Vorteil, dass man sie einfach und vor allem preisgünstig mit einem Lkw von einem Ort zum anderen transportieren kann. Es gibt aber auch Bürocontainer mit anderen Maßen. Die Containerhäuser die daraus gefertigte werden sind aber meist würfel- oder quaderförmigen, die dann entsprechend kombiniert werden.

Welche Vorteile haben Containerhäusern, die nicht aus gebrauchten Seecontainern gefertigt wurden?

Vorteile des Wohncontainer Modulhauses:

  1.  Schnelle Verfügbarkeit: Einer der größten Vorteile von Containerhäusern ist ihre kurze Lieferzeit. Nach Auftragserteilung müssen Sie in der Regel nur wenige Monate auf das neue Haus warten. Anders als bei einem klassischen Hausbau entfallen damit die Unwägbarkeiten während der Bauphase.
  2. Einfaches Fundament: In der Regel ist für Modulhäuser ein einfaches Punktfundament oder ein Streifenfundament ausreichend. Das bedeutet: Es fallen weniger Kosten für Erdarbeiten
    an.
  3. Flexibilität: Ein An- oder Umbau zur Vergrößerung des Hauses ist kein großes Problem. Ändert sich ihre Lebenssituation, dann können Sie das Containerhaus relativ einfach
    erweitern – sei es auf der gleichen Ebene oder indem Sie die Containermodule einfach stapeln.
  4. Preis: Ein Modulhaus ist oft günstiger als vergleichbare Immobilien in Fertig- oder gar Massivbauweise, da diese mit höheren Produktions- und Transportkosten verbunden sind.
  5. Transport: Wenn Sie umziehen müssen, dann können Sie das Containerhaus per Lastwagen zu einem neuen Grundstück transportieren lassen und dort wieder aufstellen.

Für wen eignet sich ein Containerhaus?

Bürocontainerhäuser sind gut geeignet für den gewerblichen Einsatz als Büros oder, Arbeitsplätze. Für Privatbesitzer können sie als Ferienhaus oder Gartenhaus oder auch als privates Home-Office genutzt werden. In den Benelux Ländern und Skandinavien werden sie oft auch als Studenten-Wohnungen genutzt. Wenn Sie in Deutschland planen ein Containerhaus zu errichten, müssen Sie mit einigen bürokratischen Hürden rechnen. Die Baugenehmigungen sind regional sehr unterschiedlich, deshalb sollten Sie vor dem Kauf Ihres Containerhauses zusammen mit einem Architekten über die Landesbauordnung des jeweiligen Bundeslandes beachten. Weitere Informationen kann auch das Bauamt der jeweiligen Stadt oder Gemeinde geben. Wichtig ist besonders, dass für Neubauten laut Wärmeschutzverordnung (GEG) eine hochwärmedämmende Isolierung des Wohnraums vorgeschrieben ist.

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